Dienstag, 6. September 2016

erhebliche Missstände im hessischen Maßregelvollzug

Eine Amigo-Affäre hess. Maßregelvollzug ? Seite 19 orginalbericht http://www.lichtblick-zeitung.de/index_htm_files/01_2016.pdf


Wir sind durch Insider-Informationen auf erhebliche Missstände im hessischen Maßregelvollzug aufmerksam geworden. Die tief gehenden Recherchen dauern noch an, aber wegen der großen Komplexität des Themas müssen wir unsere Berichterstattung auf mehrere Beiträge aufteilen. An dieser Stelle der erste Teil.
Behandlungserfolge untereinander nicht anerkennen und so den erreichten Patientenstatus auch nicht fortführen. Dieser Umstand ist kontraproduktiv für die Patienten und den Steuerzahler, die dafür doppelt zur Kasse gebeten werden. Bei den Patienten wird der Therapie-Erfolg aufs Spiel gesetzt, da das mühsam aufgebaute Selbstwertgefühl über die erzielten Fortschritte durch die Stagnation der Behandlung in eine tiefgreifende Frustration umschlagen kann. Für die Kliniken ist es ein lohnendes und sicheres Geschäft, bei Kostensätzen von 318,90 € bis 416,38 €/Tag/Patient (in 2014), weil sie so die Belegung und Auslastung autark steuern können. Berechnen wir mal die unnötigen Kosten für den Steuerzahler an einem fiktiven Beispiel:
Patient A nach § 64 StGB verurteilt, wird nach einjähriger Behandlung in VITOS Klinik Bad Emstal in die VITOS Klinik nach Hadamar verlegt. In Bad Emstal hat er bereits seinen 2. Behandlungsplan bekommen, in dem seine Er-folgsstufen für zukünftige Lockerungen oder Entlassung eingetragen sind. Angekommen in Hadamar wird ihm erklärt, dass sein Behandlungsplan nicht anerkannt wird und er auf der untersten Startstufe neu beginnen muss, um Lockerungen zu erreichen. Daraus resultiert eine Doppelbehandlung von mindestens einem halben Jahr (180 Tage) zur Erreichung des bereits innegehabten Status. Hier die Rechnung:
180 Tage x 416,38 € / Tag = 74.948,40 € / Patient
Bei einer Bettenanzahl von 785 Betten, für Patienten nach §§ 63, 64 StGB und § 7 JGG bringen wir lediglich eine Quote von 40 % in Ansatz (785 davon 40 % = 314 Patienten), die wir mit dem zuvor errechneten Betrag multiplizieren.
Da reden wir von einer Steuerverschwendung in Höhe von:
23.533.797,60 € in Worten dreiundzwanzigmillionen... !
Wir wissen nicht, ob unsere Annahme der Realität entspricht oder vielleicht noch höher liegt, aber das spielt auch keine Rolle, da es sich bei jedem Cent um unnötige Ausgaben handelt. Ausgaben in Zeiten knapper Kassen, die an Schulen, Kitas und vielen anderen Stellen fehlen.
Das ist nur die Spitze des Eisberges, denn niemand weiß wie hoch der entstandene Schaden wirklich ist. Zum Beispiel für Patienten, die durch solche Vorgehensweise ihre Therapie- und Behandlungsfähigkeit verlieren und unter Umständen nicht mehr entlassen werden können. So wie dieses Beispiel sind uns noch etliche andere Hinweise zugegangen, denen wir in den nächsten Ausgaben ausführlich auf den Grund gehen werden. Wir haben bereits Fragen an die VITOS GmbH gerichtet, deren Beantwortung wir uns ebenfalls in der Ausgabe 2|2016 widmen werden. Darüber hinaus lassen wir Rechtsanwälte, die die Patientenrechte versuchen durchzusetzen, umfassend zu Wort kommen. Nach Abschluß unserer Recherchen werden wir die zuständigen Ministerien um entsprechende Stellungnahmen bitten. ■
Im Jahr 2015 wurden wir durch einen Leserbrief aus dem Maßregelvollzug in Hadamar auf mehrere gravierende Miss-
stände aufmerksam gemacht. Da ging es zuerst "nur" um die bösartigen Telefongebühren, die in der Anstalt (Klinik) von den Patienten kassiert wurden (Ausgabe 4|2015). Doch im Rahmen der geführten Korrespondenz wurden wir von vielen anderen Patienten aus den VITOS Kliniken mit Informationen über schwerwiegende Defizite im hess. Maßregelvollzug geradezu überhäuft. Bevor wir direkt in das Thema einsteigen, möchten wir unseren LeserInnen einige Vorabinformationen der Vollständigkeit halber zur Kenntnis bringen, die den versierten Vollzugsexperten unter Ihnen mit Sicherheit bestens bekannt sind.
Der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) ist eine Kör-perschaft des öffentlichen Rechts mit Hauptsitz in Kassel. Die Gründung erfolgte im Jahr 1953 unter Zusammenschluß der Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen. Zur NS-Zeit waren die Rechtsvorgänger mit der Reinhaltung der Rasse und mit der Vernichtung von ihrer Ideologie abweichenden Menschen befasst. Das Erbe und die Verantwortung für Tötungsanstalten oder einer fehlgeleiteten Euthanasie-Politik zu übernehmen ist eine große Herausforderung, die umso sensibler für die anvertrauten Schutzbefohlenen machen sollte. Zu den Aufgaben des LWV gehören neben der Instandhaltung der Gedenkstätten auch die Trägerschaft überörtlicher Sozialhilfe, Kriegsopferfürsorge, Integration von behinderten Menschen, Trägerschaft von Förderschulen und, als Alleingesellschafter, das gesamte Tätigkeitsfeld der VITOS GmbH nebst ihrer gemeinnützigen GmbHs. Das Modell LWV Hessen war auch ohne die GmbHs voll funktions- und handlungsfähig. Durch die Ausgründungen von GmbHs hat sich eher der Verwaltungsaufwand erhöht und die Übersichtlichkeit verringert. War das Absicht ?
Tatsache ist, es wurde mit Steuergeld ein milliarden-schwerer Wirtschaftskrake geschaffen, der sich auf seinen Internetseiten als profitorientiertes Unternehmen darstellt. Ein Unternehmen, an dem das Land Hessen nicht mehr vorbeikommt und fast vollständig abhängig ist. Beim Ur-sprung des Ganzen, dem LWV Hessen, hat der Landesdirektor ein geschätztes Jahreseinkommen von mindestens 110.000 €, als Grundgehalt, zuzüglich der Zulagen, die locker nochmal 20.000 € im Jahr ausmachen. Beim Stellvertreter sieht es nicht viel anders aus, der hat mindestens 100.000 € Grundgehalt und die Zulagen, die noch draufkommen. Das entspricht beim Direktor der Besoldungsgruppe B8 und bei seinem Stellvertreter B7. Insofern haben wir schon mal eine Orientierung dafür, in welcher Größenordnung sich die Geschäftsführergehälter der VITOS GmbH u. den untergeordneten gGmbHs bewegen können

Freitag, 2. September 2016

Das psychiatrische Geschäft ist Folter und Mord

Psychiater lassen regelmäßige Blutuntersuchungen vom Labor durchführen nicht um gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sondern im Gegenteil  nur um zu überprüfen, ob ihr Gefangener auch genügend Gift im Blut hat, um Abhängigkeit zu gewähren - ein Spiegel an Giften also - wie auch die Alkoholiker durch Gewohnheit - einen steten Spiegel an Ankohl im Blut haben  und dann ausfällig werden, wenn der Spiegel sinkt. 
Am 4.2.2009 stellten nun Werneburg und Boyan  fest, mittels einer überraschenden Blutentnahme, dass Holger Zierd seit Jahren schon seine Wunderpillen ausspuckt - und es ihm deshalb so gut geht, dass das Gericht ihn entlassen will.  Info RA.  Das können und wollen sie nicht zulassen., denn Holger ist Zeuge der Gewalt und Misshandlung in 4 Psychiatrien  u.a. auch der Werneburg vor dem Unfall durch überdosierte Psychopharmaka  und deren Folgen. Er könnte ihren Personen und Geschäft schaden - also wird er  gewaltsam in die Aufnahmestation  gezerrt,  gefesselt und ins Koma gespritzt . . .  Der Werneburg fallen keine anderen Lügen auf die Schnelle ein - als zu behaupten, Holger hätte Psychopharmaka im Schrank gesammelt und das wäre gefährlich (was an sich schon bestätigt, dass Psychopharmaka gefährlich sind und keinesfalls Medikamente)  Das nächste mal waren es schon eine ganze Packung, die Holger gesammelt haben sollte  - obwohl jeder weiß, dass die Wärter und  Zuschläger , die wartenden Zuschläger ihre Pillen einzeln  herausgeben und niemals eine ganze Packung. 
Darauf angesprochen hat sie wohl selbst gemerkt, was sie für einen Blödsinn zusammenlügt und sie  legte den Hörer einfach auf, denn als allmächtige Psychiaterin  hat sie es gar nicht nötig - Rede und Antwort über ihr Tun zu stehen. 
Holger wusste, dass  er nun sterben würde - dass sie ihn nun ermorden werden.  Er weinte und zitterte - als er mir davon am Telefon berichtete. 
Und so kam es auch - seitdem folgte eine Zwangsbehandlung auf die andere - bis  der Körper total zusammenbrach - und Holger starb. 
Der  Seelsorger der Adventgemeinde, der Holger zuletzt gesehen hatte,  war so entsetzt, dass er einen Leserbrief an die Thüringer Allgemeine schrieb. . Dann wurde er von der  Eigentümer- Macht-Kirche bedroht. . 
Ich denke, dass Worte nicht ausdrücken können, wie Menschen unter dem Einfluss der chemischen Keule  leiden müssen. Welche schlimmen Schmerzen sie ertragen müssen - wenn alles nicht mehr funktioniert - Muskeln (Augen, Zunge, Gliedmaßen, Herz, Magen, Darm,  Schlucken und die  Verdauungs-Ausgänge )  nicht mehr gehorchen,  man nicht mehr schlafen kann - und die Rastlosigkeit und das Zittern kein Ende nimmt, wenn man nicht liegen, nicht sitzen, nicht stehen kann, nicht sprechen und selbst die sehnsüchtig erwartete Mutter keinen Trost geben kann  (an seinem Geburtstag am 4.3.2009 konnte Holger den Besuch nur einen Augenblick ertragen - dann schlurfte er wieder weg - und dann sitzen 2 sogenannte Pfleger während des Besuchs dabei und lauschen, ob wohl ein kritisches Wort geäußert wird.  Holger wäre gefährlich - so ihre Begründung - aber ein Sterbender ist ganz sicher nicht gefährlich  es sei denn die Wahrheit ist den Folterern und Mördern gefährlich . . .   
Holgers Körper magerte ab auf Haut und Knochen - und anstatt ihre Vergiftung einzustellen - hat sie dem lebenslänglichen Vegetarier Fleischkost verordnet.  Aber übrige Kartoffeln  wollten sie Holger nicht überlassen. 
Selbstmord - war es ganz sicher nicht.  Das war auch der Eindruck des Rechtsanwaltes - und er bot zum Beweis dem EGHM an,  die Ansagen Holgers auf seinem, Anrufbeantworter abzuhören.  Der Strafanzeige wegen Körperverletzung und schwerer Körperverletzung folgte die Anzeige wegen Mord und Beihilfe zum Mord - gegen 12 Pfleger 2 Psychiater und Richter.  Nach Jahren erst - war der Obduktionsbericht frisiert und wurde teilweise an den RA übersandt - mit der Entscheidung des Staatsanwaltes, sie müssten nicht ermitteln, weil die Täter dem Geschädigten eine Diagnose verpasst haben. . . Das Wort "Geschädigter"  steht da tatsächlich dokumentiert - und das Wort "Geschädigter" benutzte auch der Generalstaatsanwalt Thüringens als er diese Entscheidung bestätigte. 
Immerhin stand die Veröffentlichung der Entscheidung des BVG  gegen Zwangsmedikation kurz bevor - warum also sollte sich Holger das Leben nehmen - zumal  nachdem er die OP der Schulter am 12. Januar 2011 gerade überstanden hatte nachdem diese Psychiater ihn ein halbes Jahr mit Schmerzen in der Schulter unbehandelt  in Isohaft und danach beließen - ganz im Gegenteil - weil H in Anwesenheit eines Pflegers gestöhnt hatte - wurde er in Isohaft gesperrt - sie behaupteten ganz einfach, Holger würde simulieren.   .
Aber ein Mordmotiv  für das Klinikpersonal  gab diese erwartete Entscheidung des BVG sehr wohl her -zumal sie vordem immer wieder versuchten, diese Beschwerden und Klagen zu verhindern.  (Betreuung einrichten,  Verweigerung der  Überweisung des Taschengeldes an den RA ; Beeinflussung  des Petitionsausschusses des th. LT,  Beeinflussung der Entscheidung des OLG Jena - usw. Vorbereitung der Anhörung vor dem OLG Jena durch Zwangsmedikation mit Schultersplittern - im August 2010, danach 3 Monate Isolationshaft - und Verbot  und Verhinderung jeglichen Kontakts zur Mutter) weil sie systematischen Mord beabsichtigten. 
Und die Richter spielen brav mit. . . ärztliche Gesichtspunkte über jedes Gesetz.  
Ärztliche Gesichtspunkte über die Gesundheit  des Gefangenen und
ärztliche Gesichtspunkte  über das ´Leben des  Schutzbefohlenen. 
Aber  auch Frank Holischowsky lief mit gebrochener Schulter  über den Hof - auch ihn hatten die  wartenden Zuschläger  zur Begrüßung die Schulterknochen zersplittert und die Behandlung verweigert - Frank wurde später in heimatnahen Vollzug nach Haina  überstellt, wo er dann an einem Schlaganfall  verstarb - nicht an giftiger Therapie.

Donnerstag, 1. September 2016

Nachrichten aus dem Werner-Fuß-Zentrum

Folgende Fragen hat die-BPE der CDU, SPD, Linke, Grüne und FDP jeweils mit der Bitte um Antwort als Wahlprüfsteine und Hinweis auf anschließende Veröffentlichung gebeten:
(1) Schließt sich die ..... in Mecklenburg-Vorpommern der Sichtweise an, dass psychiatrische Zwangsbehandlung eine Foltermaßnahme bzw. grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung ist, wie sie vom UN-Berichterstatter über Folter und dem UN-Fachausschuss für die Rechte von Behinderten disqualifiziert wurde?
(1a) Wenn Nein, warum nicht?
(2) Setzt sich die .....  in Mecklenburg-Vorpommern für eine konsequent gewaltfreie und damit menschenrechtskonforme Psychiatrie ein?
(3) Unterstützt die ..... in Mecklenburg-Vorpommern die Forderung nach der Abschaffung psychiatrischer Sondergesetze (PsychKG), so wie es durch die UN-Behindertenrechtskonvention vergeschrieben ist?
(3a) Wenn Nein, warum nicht?
(3b) Wenn Ja, wird die ..... in Mecklenburg-Vorpommern in der kommenden Legislatur einen entsprechenden Gesetzgebungsvorschlag zur Abschaffung aller Zwangselement im PsychKG in den Landtag und/oder die Landesregierung einbringen?
(4) Ist die ..... in Mecklenburg-Vorpommern bereit, nicht nur auf Landesebene, sondern auch auf Kreis- und Kommunalebene den Sozialpsychiatrischen Dienst auf bedingungslose Gewaltfreiheit festzulegen?
(4a) Wenn Nein, warum nicht?
Ergebnisse der Umfrage:
  • CDU und Grüne haben die Fragen völlig igoriert und nicht geantwortet. Wir raten von deren Wahl ab.
  • Die Antwort der SPD ist hier dokumentiert. Wie in Berlin präsentiert sich die SPD als eine Partei der Foltergesetzmacher. Wir können nur von deren Wahl abraten.
  • Die Antwort der Partei DIE LINKE ist hier dokumentiert. DIE LINKE will ebenfalls an psychiatrischen Zwangsmaßnahmen entgegen den Bestimmungen der Behindertenrechtskonvention festhalten. Mag sie auch wider das neue PsychKG gestimmt haben, so akzeptiert sie dieses Foltergesetz doch dem Grunde nach. Deshalb können wir nur von deren Wahl abraten.
  • Die Antwort der FDP ist hier dokumentiert. Zwar verspricht die FDP sich konsequent für eine gewaltfreie und damit menschenrechtskonforme Psychiatrie einzusetzen. Sie ist aber wortbrüchig, wenn sie sich nur für eine größtmögliche Beschränkung zwangsweiser Behandlung einzusetzen bereit ist  - Selbstbestimmung ist bei ihr also eine Restgröße, da sie keine Folterfreiheit zu gewährleisten bereit ist. Damit hat die FDP ein erhebliches Glaubwürdigkeits-Defizit.
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Neuigkeiten von Gert Postel - eine Seite in der Taz vom 8. August von Gert Postel als Autor, siehe:
http://www.taz.de/Gert-Postel-analysiert-einen-Hochstabler/!5324320
 
und
http://marinellaswallpaperjournal.eu/vom-saulus-zu-zertifizierten-paulus/
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Dies sind Nachrichten des Werner-Fuß-Zentrums
im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin
http://www.psychiatrie-erfahrene.de

Geisteskrank? Ihre eigene Entscheidung!
Informieren Sie sich: http://www.patverfue.de

Nachrichten aus dem Werner-Fuß-Zentrum jetzt auch auf Twitter und Facebook (und weiterhin per RSS-Feed):
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Sonntag, 28. August 2016

Neuroleptika freiwilliger Versuch.

Ruhigstellung…
Selbstversuch 163- vorletzter, freiwilliger Versuch.
Es ist Abend und vor den kleinen Fenstern der Dachkammern des Hauses von Opa Herrmann in Kleinzerbst ist es Dunkel. Gleich hinter der dünnen Verkleidung des Daches plätschert der Regen und es gurgelt durch das Fallrohr, eine leicht mystische Stimmung mischt sich mit einem freudigen Gefühl innerer Zufriedenheit.

Vor mir steht das fertig gemalte Bild von Agilulf und Gurdulu, einer neu entwickelten Stilistik in Form und Farbe. Kubische Formen und geometrische Flächen in einer mathematischen Komposition haben sich endlich zu einem Bild zusammen gefügt. 3 Jahre benötigte ich für diese naive, strenge Komposition. Eine Naive, welche ich Manchesmal belächelt hatte und nun endlich verstand.
Ein ganzer Erfolg!

Neben mir auf meine kleinen Tischchen liegt eine Leponex, 50 Milligramm und ich gedenke zum 163 Mal einen Selbstversuch zu starten, Seit zwei Jahren probiere ich die verschiedensten Neuroleptika um deren Wirkung zu studieren.
Heute ist die Ruhigstellung in Erprobung.
Ich schlucke also die Pille und harre der Erwartungen und gedenke der Worte einer Psychiaterin Namens, Lantsch aus Lutherstadt Wittenberg.
Zitat: „Sehen sie, sehen sie, Herr Merbach, wie schön ruhig ihre Frau nun ist, wie sie schläft.“

Nach etwa 15 Minuten der Einnahme breitet sich ein inneres Unwohlsein aus, eine noch nie gespürte Beklemmung in der Magengegend, welche etwa der einer kommenden Gefahr entsprechen.
Ich werde innerlich unruhig und laufe in den zwei kleinen Zimmern hin und her. Die Unruhe steigert sich nach etwa 10 Minuten und es erscheinen Angstzustände.
Wovor habe ich Angst? Ich verstehe es nicht? Um meinen Brustkorb entsteht ein seltsames, dumpfes und dunkles Gefühl, die Angst steigert sich und ich bekomme leichte Gleichgewichtsstörungen.
Ein Schwindelgefühl mahnt mich hin zu setzen, ich glaube zu stürzen und lege mich vorsichtshalber in mein Bett.
Das Licht hatte ich ausgeschalten und wollte Schlafen, um mich zu erholen.
Schlafen konnte ich nicht, das Bett drehte sich, mir wurde speiübel und die Angst steigerte sich, potenzierte bis in eine Panik.
Ich stand auf, wankte wie ein Volltrunkener zum Lichtschalter, ich wollte Licht, denn in der Dunkelheit war es nun unheimlich und unbekannte Mächte schienen mich nieder zu zwingen, schoben mich in riesige Höhen oder stürzten mich in dumpfe, lichtlose Tiefen.
Mit zitternden Beinen erreichte ich den Lichtschalter, kalter Schweiß perlte an meiner Stirn und mit letzter Kraft spürte ich endlich den Lichtschalter.
Es war mir jedoch nicht möglich, diesen zu betätigen. Eine schreckliche Macht stieß mich in Angst und Panik, ich brach zusammen, ich glaubte zu sterben und verlor das Bewusstsein.

Etwas rüttelte mich, durch einen grauen, undurchsichtigen Schleier vernahm ich weit entfernt die Stimme meines Hausarztes, Dr. Weiße. „Karl-Heinz! Karl-Heinz! Was ist passiert? „
Zu meinem Schrecken war ich blind und versuchte in Panik zu antworten. Es ging nicht, meine Zunge schien gelähmt und die Atmung ging sehr schwer. Ich versuchte das Wort Leponex zu formulieren. Etwa 10 Mal stammelte ich das L, bevor die anderen Buchstaben stammelnd hervorkamen.
Weshalb der Arzt hier war und mitten in der Nacht, weshalb ich blind und unter Todesangst im Bett lag, war mir nicht recht bewusst, ich konnte mich nur erinnern, ich hatte eine Leponex eingenommen um zu erfahren, wie eine Ruhigstellung funktioniert.
Nachdem der Hausarzt begriffen hatte, was mit mir los war, beruhigte er meine Frau und meinte:
„Der Karl-Heinz schläft nun ein Weilchen und wird bald wieder wach werden, keine Angst Annettchen, er schläft nur“
Ich versank wieder in einen tödlichen Zustand, welchen die Psychiater, Richter, Betreuungsbehörden, Betreuer, Bekannte und Verwandte als Ruhigstellung bezeichnen, eine allgemeine, umgangsmäßige Bezeichnung für eine sadistische Folterung zum Zwecke der Disziplinierung.
Genau dies ist der wahre Hintergrund einer Behandlung mit Neuroleptika, Disziplinierung durch Folter und Gewalt, einer Gewalt, welche bestialischer als brutale Schläge für Unterordnung und Disziplinierung sorgen sollen.
Im Knastjargon nennt man diese Spritzen „BETONSPRITZEN“!
Meine Frau erlebte diese Ruhigstellungen hunderte Male und ist heute schwer geschädigt, kann weder ihren Stuhlgang kontrollieren, noch sich ernähren, ist ein schwerer Pflegefall und die Justiz
In Form einer Betreuungsrichterin meint:

„ Es gäbe A typische Neuroleptika, welche nicht so intensiv wirken würden:“
Mir ist jedoch bekannt, dass so mancher Patient daran verstorben ist.
Alle Befürworter derartiger Medikationen, sollten verpflichtet werden, derartige Medikamente ein zu nehmen. Sie sollten lernen, was sie empfehlen, verordnen oder richterlich beschließen.
Die Arroganz der Macht wird dies jedoch niemals tätigen, schließlich wollen sie weiterhin von Ruhigstellung und Humanität faseln, den Humanoiden heraushängen lassen und Mütterlich eine Behandlung empfehlen.

Eine Geschichte von vielen Opfern der Psychiatrie / Landesnervenklinik Brandenburg

Landesnervenklinik Brandenburg:  eine Psychiatrie Patientin Frau Annette M.
Ich besuche meine Ehefrau Annette , nach vielen Wochen wurde mir endlich der Besuch genehmigt. Sie hat stark abgenommen und ist, wie es scheint am Verhungern. Der Psychiater Herr Baum teilte mir mit, es bestehe akute Lebensgefahr.
Anknüpfend an meinen Selbstversuch, Nr. 163, möchte ich darauf hinweisen, wie Psychiater manipulieren.
Meine Frau kommt mir wankenden Schrittes entgegen, stützt sich an der Wand, um nicht zu stürzen.
Die Leponex zeigen ihre Wirkung.

Der Psychiater Baum fährt sie an: „Können sie sich nicht richtig bewegen? Sollten sie sich weiterhin derart auffällig benehmen, wird ihr Besuch gesperrt!“
So die Anweisungen von Psychiatern einer Klinik, welche ein ungebührliches Benehmen vortäuschen sollen und auf die psychische Erkrankung manipulativ hinweisen.
Mit derartigen, manipulativen Aussagen und Gutachten soll auf eine weitere Behandlung hingewiesen werden.
Wer sich körperlich dagegen wehrt, ist gewalttätig und bedarf weiterer Erhöhungen der Dosis oder Potenz oder einer Verlängerung der Behandlung.

Dass die Ursachen in den Psychodrogen liegen, wird verschwiegen, geleugnet.

Bei einem nächsten Besuch meinerseits, stelle ich fest, meine Frau hat weiterhin abgenommen
Und sie ist kaum noch ansprechbar. Die Psychiatrie nimmt den Hungertod meiner Frau in Kauf und besteht auf Weiterbehandlung:
Unter Androhung von Gewalt, gelingt es mir, meine Frau umgehend heraus zu bekommen.
Hier war dringend Notwehr als letzte Möglichkeit geboten.

Meine Frau erholte sich zu Hause und wurde später sogar Mutter und entgegen der Unkenrufe, vieler Ärzte, hatten wir ein gesundes Kind, welches fleißig und lieb, sehr gute Ergebnisse heute in der Schule aufweist.


Absetzen von Psychopharmaka: Annette M.

In vielen Monaten hatte ich meine ersten zwei Fachbücher der Psychiatrie im autodidaktischen Studium durch und wagte mich heimlich an ein Absetzen und Entgiften.
Kenntnisse von Heilkräutern und anderen Naturheilmethoden, halfen mir, diese sehr anstrengende Phase zu bewältigen.
Während des Absetzens gab es einige, kleine Psychosen, doch die vielen Symptome ihrer angeblichen Krankheit verschwanden.
Mehrere, verschiedene Halluzinationen, die epileptischen Anfälle, die krampfartigen Zuckungen der Muskulatur, alles verschwand. Die Zuckungen führten so weit, dass meine Frau gefüttert werden musste, meist endeten die Zuckungen in einer Ohnmacht.
Nach Erwachen aus der Ohnmacht bedankte sich meine Frau, kniete vor mir, umschlang meine Beine und wiederholte des Öfteren: „Danke lieber Kalli, ich lebe wieder, du hast mich gerettet.“
Viele hundert Tode starb sie so und die Psychiatrie spricht von Wahnvorstellungen, von Schizophrenie und die Gerichte sind diesen Meinungen streng gläubig.
Nach etwa 6 Monaten, war meine Frau wieder hergestellt. Ich lernte ihr Kochen und Alles, was man für ein Leben benötigt, sie hatte durch die psychiatrischen Drogen Alles vergessen.

Natürlich war dies nach Aussagen der Psychiatrie stets das Krankheitsbild.
Aggression. Annette M.

Meine Frau erhält ein anderes Neuroleptikum- Dogmatil. Dieses solle ausrichtend wirken und sie in eine gleichmäßig, stabile Phase bringen.
Ergebnis war eine totale Aggression, ständige Angriffe, selbst auf ihre Tochter. Ich persönlich wurde mit einem Messer bedroht, die Augen zu einem Punkt und Wut verzerrt, stürzte sie sich mir entgegen. Jeder Psychiater wird dies als ihre Krankheit interpretieren und eine weitere Behandlung empfehlen. Dass diese Aggression durch die Psychodrogen verursacht wird, wird verschwiegen, geleugnet.
In den USA; einem etwas offenerem Land, sind viele dieser Psychopharmaka verboten. Viele Amokläufe sind unter diesen erfolgt, was in unserer BRD natürlich bestritten wird.
Der Angriff mit dem Messer hatte folgenden Hintergrund: Ihre Tante hatte sie total blutig geschlagen, Ursache war, meine Frau sollte aus dem Haus ihres Vaters, ihrem Opa verschwinden. Die liebe Tante hatte Angst um ihr Erbe, denn der Opa wollte dieses an meine Frau, ihre Enkelin vererben..
Unter diesem Dogmatil, hielt meine Frau mich für diese Tante und wollte sich nun für diese Schläge rächen. Psychopharmaka wirken so desorientierend und verwirrend, Ein herrlicher Grund, bei einer Vorführung oder Anhörung, die Schizophrenie gleich augenscheinlich vor dem Richter wirken zu lassen.
Der Richter ist umgehend überzeugt von der Krankheit und die Einweisung ist perfekt.
Auf die gleiche Art werden Berufsbetreuungen angestrebt. Hier setzt man 1- 2 Tage vorher die Medikation ab, dem Patienten fehlt die Droge und er reagiert aggressiv und verwirrt und schon ist ein Berufsbetreuer eingesetzt, der Psychiatrie geschult und hörig, auch gut verdienend, schnell einer Zwangseinweisung zu stimmt oder diese sogar anregt.
So eine Zwangseinweisung Einer Frau Sandra Lier, in die Bosseklinik Wittenberg, in welcher sie mit Gewalt und Erpressung genötigt wird, die Psychodrogen ein zu nehmen.
Dieser, mir persönlich bekannte Fall, wurde durch mich am internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Anzeige gebracht.
Beweis mit Eingangsstempel anbei.


















Der Tod Annette M.

Nach vielen Jahren der Zwangsbehandlung, war sie nun endlich frei und Mutter. Sie war glücklich und zufrieden und entgegen den Gutachten eine gute und sehr liebe Mutter.
Ich stand ihr in Allem bei.
Das Glück sollte nicht lange anhalten, als sie eines Tages auf der Straße durch das Ordnungsamt, verhaftet und in eine Psychiatrische eingewiesen wurde.
Grund waren störende Selbstgespräche in einer Gaststätte und eine anschließende Auseinandersetzung mit der gerufenen Polizei und dem Ordnungsamt.
Eine kleine bedeutungslose Begebenheit, welche man in Ruhe hätte regeln können.
Doch warum , weswegen?
Die sofort angesetzte Behandlung führte zu einem tiefen Schock, meine Frau lehnte seit dem jegliches Essen ab, wurde immer schwächer und bekam einen Darmvorfall, welchen kein Arzt behandeln wollte. Sie müsse erst psychiatrisch behandelt werden, so hieß es.
Die Psychiatrie hatte es geschafft, endlich war meine Frau richtig gestört und obendrein körperlich schwer geschädigt.
Etwa ein Jahr fuhr meine Frau, nun wirklich verwirrt durch die Gegend, lebte in Panik vor der Psychiatrie in Abrisshäusern, wo sie glaubte, sich verstecken zu können.
War sie zu Hause, schmierte sie mit dem heraus hängenden Darm die Wände und alle Gegenstände voll. Doch wir bekamen nun die Pflegestufe 3, was sie nicht mehr interessierte.
Endlich fand ich eine Klinik, welche bereit war, diese OP zu leisten.
Doch es war zu spät, meine Frau hatte den Lebensgeist aufgegeben.
Ich als Ehemann war ebenfalls traumatisiert. Meine Frau pisste und schiss sich ständig ein, lebte meist in Abrisshäusern und verstarb am 22 . O8. 2011.
Sie ist eine von vielen Opfern der Psychiatrie, wie auch ich, der seit diesem grausamen Erlebnis, nie wieder eine Frau anfassen konnte.
Schon als Kind sah ich die Bahren der Toten, wie sie in den Keller geschoben wurden. Meist waren es unschuldige Menschen, welchen man erklärte, man wolle ihnen helfen, da sie krank seien.
Nicht vor Kindern, vor Nichts, macht Dieses Menschen verachtende System halt.

Freitag, 26. August 2016

Kriminelle Handlungen der Vitos Kliniken in Deutschland

Kriminelle Handlungen der Vitos Klinik Pfleger misshandeln Patienten?

In der forensischen Psychiatrie werden Patienten belohnt die andere hin hängen, das sind üble Spielchen und der Alltag.

Pfleger entwenden Eigentum der  Patienten das berichteten mir mehrere Patienten die mit mir damals sprechen konnten.
Diese Patienten worden von Dr. Beate Eusterschulte bedroht, dass sie ihre Stufen Lockerungen gestrichen bekommen wenn sie nochmals mit mir reden sollten.

Meinem Sohn hat man gute Kleidung gestohlen, Geld und eine teuer Uhr entwendet und noch viele Mehr. andere Dinge.es waren keine Mitpatienten, obwohl die Pfleger das immer behaupten denn mein Sohn war wie ein Tier isoliert und hatte keinen Kontakt zu anderen Patienten als die Dinge weggekommen sind.

Die Klinikleitung unterstützt und fördert solche Pfleger. Patienten bekommen nichts zu trinken und müssen aus der Toilette trinken.

Menschen werden hier nicht therapiert sonder systematisch zu Grunde gerichtet.
Es werden über Patienten lügen in die Akten geschrieben
Die Pfleger bedrohen die Patienten und drehen den Spieß um und behaupten der Patient hat mich bedroht, so läuft das in der Vitos Klinik.
Das Landgericht Marburg der vorsitzende Richter Thomas Wolf unterstützt tatkräftig die Vitos Klinik und arbeitet Hand in Hand mit Dr. Müller-Isberner.
Die Gerichte, der Landeswohlfahrtsverband und das Sozialministerium ist an der Wahrheit was hier sich täglich abspielt an Menschenrechtsverletzungen nicht interessiert.
Das Ministerium ist keine Aufsichtsbehörde sondern befürwortet und lobt die Folter des Dr. Rüdiger Müller- Isbereners und seinem Personal als  vorbildlich

Fau Susanne Nöcker / Sozialministerium/ arbeitet mit Rüdiger Müller Isberenr zusammen und unterstützt diesen Klinikleiter in jeder seinen abartigen Handlungen und informiert Müller-Isberenr über jedes Schreiben schon vorweg, Also Vorsicht vor dieser Frau da können sie sich keine Hilfe erhoffen.

Grausamen Folterungen, Schikanen und  Bedrohungen, Schläge hat mein Sohn ständig erlebt.

Therapie ist in dieser Klinik Folterungen, Misshandlungen. Die falschen Gutachten wurden von Richter  Wolf und dem Ministerium gedeckt.

Antwort von Richter Dr. Thoams Wolf dazu:
Ein rechtlich falsches Urteil ist falsch, aber eben rechtskräftig und deshalb bis in alle Ewigkeit gültig.Autor: Thomas Wolf

Ein rechtlich falsches Urteil ist falsch, aber eben rechtskräftig und deshalb bis in alle Ewigkeit gültig  Autor - Richter Thomas Wolf

Hier die Antwort auf meine Beschwerde von Richter Wolf vorsitzende Richter der Strafvollstreckungskammer Marburg

Meine Vorwürfe ihm gegen über hatte Richter Dr. Thomas Wolf quittiert mit den Worten – ich bin nicht mehr zuständig das bedeutet mit anderen Worten er ist nicht mehr verantwortlich für seine Taten. Er fühlt sich nicht schuldig für das Unrecht das er einem Menschen durch eine ungerechte gerichtliche Entscheidung auferlegt hat.
AW: Ein rechtlich falsches Urteil ist falsch, aber eben rechtskräftig und deshalb..


Datum:
25.09.2015 08:34:17 Westeuropäische Sommerzeit

Von:
Thomas.Wolf@LG-Marburg.Justiz.Hessen.de
Antworten an:

An:
BHBEilkurier@aol.com
Kopie an:

Blindkopie:

Mit:






Internet-eMail-Details (Details)

Sehr geehrte Frau Bogna Sobierajska-Ruth,

zu Ihrer E-Mail teile ich Ihnen mit, dass das Landgericht Marburg nicht für die Sache Ihres Sohnes zuständig ist. Für die Klinik in Riedstadt ist das Landegricht Darmstadt zuständig. Ich sehe keine Veranlassung, auf Ihre E-Mail zu antworten und werde künftige E-Mails ungeöffnet löschen.

 Mit freundlichem Gruß

 Dr. Wolf

Vors. Richter am Landegericht


Mittwoch, 17. August 2016

Seit Jahren überzieht der umstrittene Ärztliche Direktor der forensischen Psychiatrie Haina Rüdiger Müller-Isberner seine Kritiker mit Strafanzeigen und Gerichtsverfahren

Seit Jahren überzieht der umstrittene Ärztliche Direktor der forensischen Psychiatrie Haina Rüdiger Müller-Isberner seine Kritiker mit Strafanzeigen und Gerichtsverfahren. So zeigte er auch eine Blogbetreiberin aus Thüringen an, von der er sich beleidigt fühlte. Die zuständige Staatsanwaltschaft Meiningen stellte darauf hin das Verfahren gemäß § 153 StPO ein. Ein öffentliches Interesse an Strafverfolgung sei nicht gegeben. Müller-Isberner findet dies „kaum fassbar“.
Darauf hin schrieb er einen erbosten Beschwerdebrief an den Thüringischen Justizminister Dieter Lauinger (Bündnis 90/Die Grünen). Durch die Entscheidungen der zuständigen Staatsanwaltschaften und Gerichte würden Vollzugsbeamte bzw. -beauftragte „nahezu schutzlos gestellt“. Das Sichten und Archivieren von negativen Berichten über sich und seine Einrichtung hat sich bei Müller-Isberner offensichtlich zu einem leidenschaftlichen Hobby entwickelt. Die gefundenen Angriffe und Beleidigungen würden mittlerweile Leitzordner füllen.
Dem Thüringischen Justizminister schrieb er:
Der Maßregeleinrichtung, die einen gesetzlichen Vollzugsauftrag wahrnimmt, einem KZ – „Nachfolger von Mengele“ – gleich zu setzen, verletzt das Recht und das Ansehen des Ärztlichen Direktors der Klinik (vgl. nebenbei dazu BGH St 36, 84), sowie der Mitarbeiter erheblich.

Weiter wird der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie Haina unterstellt, dass Patienten hier „gequält“ wurden, „Menschen zu Krüppeln und lebensuntauglich“ gemacht werden. Mitarbeiter werden als „Drogendealer“ bezeichnet.
Hier wird dem Ärztlichen Direktor eine Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie unterstellt („ganz besonders angetan ist er von der Firma Eli Lilly…“). Eine Patientin sei „gefoltert und gequält“ worden bis hin zum Suizid. Die Psychiater „bereichern sich im Verwahren von Patienten“, wobei hier unterstellt wird, Patienten aus wirtschaftlichen Gründen in der Klinik zu halten. Dies sind durchgehend wahrheitswiedrige Tatsachenbehauptungen. Es gibt keine Zusammenarbeit mit einer Pharmafirma. Folterungen sind frei erfunden.
Am 7.7.2016 kam es dann tatsächlich zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht Bad Salzungen, zu der Müller-Isberner allerdings nicht erschien.
Zu Beginn der Verhandlung zitierte der Richter aus dem strittigen Blogbeitrag, der in der Zwischenzeit gelöscht wurde:
Psychiatrie existiert nicht im luftleeren Raum. Politische und kulturelle Bedingungen sind Voraussetzung.

Das Todesurteil sprechen die Psychiater doch schon aus mit ihrer Diagnose. Die halten Patienten gefangen. Ein Fall in der Forensik Haina: Patient wird bis zum Anschlag zugedröhnt – aus einem Grund der Verzweiflung. Er ist orientierungslos und stürzt schwer. Er hat schwerste Verletzungen und die Psychiater in der Forensik Haina behaupten, es war ein Unfall oder Suizid. Anderer Fall: Patient stürzt und ist heute schwerstbehindert. Obwohl Mitpatienten schon seit Tagen bemerkten, dass der Patient taumelt und orientierungslos ist. Mitpatienten haben ihn aufgefangen. An dem Tag, an dem es passierte, sagte er, es gehe ihm nicht gut. Keiner half ihm – kein Pfleger, Niemand. Die ganzen Todesfälle werden verschwiegen.
Der Blogbeitrag kam deshalb zu folgendem Werturteil über Müller-Isberner:
Er kann eines nicht: Falls ein Mensch in Lebensgefahr ist, Leben retten. Menschen zu Krüppeln und lebensuntauglich machen, das kann er – und zwar wie kein Zweiter.
Über Psychiater im Allgemeinen schrieb die Angeklagte:
Heute wissen wir alle mehr über diese Drogendealer, die im Ernst erzählen, die Neuroleptika sind ganz wichtig.
Was die Angeklagte dazu motivierte, einen Blog zum Thema Psychiatriekritik zu betreiben, erfuhr das Publikum, als der Richter sie fragte, wer denn der Mann auf dem Foto in ihrem Blog sei:
Das ist mein Sohn – gewesen. Heute kann ich nur noch Blumen pflanzen auf dem Grab.
Der Sohn der Angeklagten kam Anfang 2011 nach einer psychiatrischen Zwangsbehandlung unter fragwürdigen Umständen im Ökumenischen Hainich Klinikum im Thüringischen Mühlhausen ums Leben. Die Mutter strengte darauf hin mit Hilfe des Menschenrechtsanwalts David Schneider-Addae-Mensah ein Verfahren an, das bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ging. Die BRD musste letztendlich die ihr vorgeworfenen Menschenrechtsverletzungen anerkennen und der Mutter 20000€ Entschädigung bezahlen.
Zum Thema Foltervorwürfe führte Polit-Aktivist Jörg Bergstedt, der in der Verhandlung als Laienverteidiger auftrat, folgendes aus:
Nach der Definition von Folter der UNO ist jede Zwangsbehandlung Folter. Und das ist vollkommen unstrittig, dass hier zwangsbehandelt wurde.

Wir werden dies alles vorlegen – auch die entsprechenden UNO-Resolutionen was Folter ist.
In der Tat definiert Artikel 1 der UN-Antifolterkonvention Folter als
jede Handlung, durch die einer Person vorsätzlich große körperliche oder seelische Schmerzen oder Leiden zugefügt werden, zum Beispiel um von ihr oder einem Dritten eine Aussage oder ein Geständnis zu erlangen, um sie für eine tatsächlich oder mutmaßlich von ihr oder einem Dritten begangene Tat zu bestrafen oder um sie oder einen Dritten einzuschüchtern oder zu nötigen, oder aus einem anderen, auf irgendeiner Art von Diskriminierung beruhenden Grund, wenn diese Schmerzen oder Leiden von einem Angehörigen des öffentlichen Dienstes oder einer anderen in amtlicher Eigenschaft handelnden Person, auf deren Veranlassung oder mit deren ausdrücklichem oder stillschweigendem Einverständnis verursacht werden.
In der 22. Sitzung des „Human Rights Council“ am 4. März 2013 stellte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Juan E Méndez fest: Zwangsbehandlung in der Psychiatrie ist Folter, bzw. grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung. Er forderte, dass alle Staaten ein absolutes Verbot aller medizinischen nicht einvernehmlichen bzw. Zwangsbehandlungen verhängen sollten, einschließlich nicht-einvernehmlicher Psychochirurgie, Elektroschocks und Verabreichung bewusstseinsverändernder Drogen, sowohl in lang- wie kurzfristiger Anwendung. Die Verpflichtung, erzwungene psychiatrische Behandlung zu beenden, ist sofort zu verwirklichen
Die Verhandlung wurde ohne Ergebnis auf unbestimmte Zeit vertagt. Dazu merkte Bergstedt an:
Die Beweisaufnahme ist im Prinzip das spannenste. Wer nochmal wiederkommen will – spätestens, wenn Herr Müller-Isberner hier auftaucht, wird es richtig spannend.
Es bleibt in der Tat spannend: Hat Müller-Isberner den Schneid, sich den Vorwürfen gegenüber seiner Person und seiner Einrichtung im Rahmen einer öffentlichen Gerichtsverhandlung zu stellen, oder wird er klein beigeben und einer Einstellung des Verfahrens zustimmen?
Der Blog forensikwhistle merkt dazu an:
Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Wer über 30 Jahr maßgeblich die Geschicke der forensischen Psychiatrie in Hessen gelenkt hat muss sich auch unangenehmen Themen stellen. Vielleicht ist der nun anstehende Prozess genau die richtige Bühne um einmal genauer die Unterschiede zwischen der Psychiatrie von vor 1945 und heute darzulegen.
Unter dessen droht Lauinger von anderer Seite Ärger. Der Focus berichtet von Vorwürfen der Thüringischen Opposition im Landtag. Lauinger hätte sein Amt als Justizminister missbraucht, um seinem Sohn zu einer Versetzung in die elfte Klasse zu verhelfen, ohne dass dieser die dafür vorgeschriebene Prüfung ablegen müssen hätte.
Von Lauinger wird sich Müller-Isberner vermutlich in nächster Zeit keine Hilfe erhoffen können, da dieser gerade damit beschäftigt ist, seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Jede Intervention seinerseits in diesem oder in anderen Fällen würde seinen politischen Gegnern nur noch mehr Munition liefern.
Mehr Informationen zum Thema:
Wenn Rüdiger Müller-Isberner sich beleidigt fühlt
Die Hessische Mensch-Verwertungsmaschine
UN-Hochkommissar für Menschenrechte Juan E Méndez: Psychiatrische Zwangsbehandlung ist Folter
Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen
Wie Menschen in der Psychiatrie zu Gemüse therapiert werden
Peter Gøtzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Die Verbrechen der Pharmaindustrie
Mengeles Erben
forensikwhistle: Dr. Rüdiger Müller-Isberner – Wer aufmuckt – wird isoliert!
forensikwhistle: Schon wieder ungeklärter Todesfall in der Forensik Haina
Focus: Vorwurf des Amtsmissbrauchs – „Sohnaffäre“ – Thüringens Justizminister weist Kritik zurück
Telepolis: Thüringens Justizminister unter Druck

Dienstag, 16. August 2016

Menschenrechtsverletzungen durch psychiatrische Gutachten: Arbeitet in der Psychiatrie eine Negativauslese von Sadisten, Gefühllosen, im Grunde seelisch Kranken?

Winston Smith an Stopp den § 63 StGB
Diplom-Psychologin Eva Schwenk über Menschenrechtsverletzungen durch psychiatrische Gutachten: Arbeitet in der Psychiatrie eine Negativauslese von Sadisten, Gefühllosen, im Grunde seelisch Kranken?
Die Diplom-Psychologin Eva Schenk, Autorin des Buchs Fehldiagnose Rechtsstaat – die ungezählten Psychiatrieopfer, berichtet auf einer Veranstaltung der Humanistischen Union im Marburg über willkürliche psychiatrische Gutachten und fatale psychiatrische Behandlungsmethoden.
meinungsverbrechen.de

Skrupellose Psychiatrieärzte haben mein Kind in den Tod geschickt

Datum: 22.05.2015
Nachdem Stephan D. (18) von brutalen Schlägern misshandelt wurde , litt er unter den traumatischen Folgen des Überfalls. Als er eine Klinik aufsuchte, wurde er kurzerhand in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie gesteckt, an ein Bett gefesselt und mit Psychopharmaka vollgepumpt. Als ein Richter die zwangsweise Unterbringung aufhob, schickte ihn die Klinik einfach nach Hause. Unter dem Einfluss schwerer Medikamente wurde Stephan von einem Zug erfasst und getötet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Ärzte wegen Freiheitsberaubung und fahrlässiger Tötung. BrandZeilen.de berichtet über einen unfassbaren Klinikskandal.
Schweigend kniet sie nieder, legt frische Blumen an der Unfallstelle ab. Chris-Romy Dalitz wischt sich die Tränen aus den Augen. „Hier ist es passiert, hier wurde mein Sohn vom Zug erfasst, sein Körper in Stücke zerrissen“, sagt die 46-jährige aus dem brandenburgischen Wildau leise. Seit Stephans schrecklichem Tod kennt sie kein Freude mehr in ihrem Leben. Der Schmerz ist einfach zu groß. „Nachts werde ich von Albträumen geplagt, tagsüber funktioniere ich nur noch“, so die leidgeprüfte Mutter, die über den Tod ihres Kindes nicht hinwegkommt.
Zu  der endlosen  Trauer kommen Verzweiflung, Wut, Verbitterung und die Überzeugung, dass Ärzte versagt haben. Dass ihr Sohn noch leben könnte, wäre er nicht in die Fänge dieser Mediziner geraten. „Skrupellose Psychiatrieärzte haben mein Kind in den Tod geschickt“, sagt Chris-Romy Dalitz voller Wut. „Erst haben sie ihn grundlos in die geschlossene Psychiatrie gesteckt, ihn gefesselt, mit Medikamenten vollgepumpt und ihn dann ohne jeden Hinweis auf die schweren Nebenwirkungen der Medikamente entlassen. Mein Sohn suchte in der Klinik Hilfe, aber er fand den Tod.“
Schwere Vorwürfe, die die Krankenschwester jedoch Punkt für Punkt belegen kann. In ihrer Wohnung zeigt sie uns die akribisch geordneten Unterlagen. Stephans Krankenakte, glaubwürdige Zeugenaussagen und einen richterlichen Beschluss, der dem Treiben der Klinikärzte ein Ende gesetzt hatte.
Rückblende. Bis zu seinem 17. Lebensjahr war Stephan ein aufgeschlossener, ruhiger Junge, der im Verein Handball spielte, gerne angeln ging und sich durch Zeitungen austragen sein Taschengeld aufbesserte. Er besuchte die  Oberschule und träumte davon, Informatiker zu werden. Ein zurückhaltender, hilfsbereiter  junger Mann, der Streit stets aus dem Weg ging.
Dennoch wurde Stephan Opfer eines  brutalen Übergriffs. Zusammen mit Freunden hatte er in einer Disco in Königs Wusterhausen den 18. Geburtstag eines Schulkameraden gefeiert, als er beim Verlassen des „SIX“ von zwei Männern grundlos niedergeschlagen wurde. Obwohl er schon verletzt am Boden lag, traten die Täter mit Füßen auf Stephans Kopf ein. Er erlitt schwere Schädel- und Gesichtsprellungen, sein Körper war mit Schürfwunden und Hämatomen übersät.
Ein Verbrechen, für das die Täter bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Zwar wurden sie eineinhalb Jahre später und erst nach Stephans Tod zu einer geringen Bewährungsstrafe verurteilt, aber selbst gegen dieses milde Urteil haben sie Berufung eingelegt und sind daher bislang immer noch nicht rechtskräftig verurteilt.
„Diese  brutale Prügelattacke hat Stephan aus der Bahn geworfen, er fiel danach in eine tiefes seelisches Loch“, erzählt seine Mutter. „Stephan zog sich zunehmend zurück, er litt unter Angstzuständen, Schlaflosigkeit und Atemnot, er  traute sich kaum noch aus dem Haus. Schließlich kannten die Schläger ihn und wussten genau, wo wir wohnen.“
Viel zu spät diagnostizierten Ärzte eine posttraumatische Belastungsstörung. Erst Monate später, als sich Stephans Zustand schon wieder langsam besserte, erhielt er den langersehnten Therapieplatz. „Mein Sohn hatte wieder Mut gefasst und seine Lebensfreude zurückgefunden“, berichtet seine Mutter. „Er steckte voller Tatendrang. Er wollte seinen Führerschein machen und hatte sich sogar schon nach einer neuen Wohnung für uns am Seddiner See umgeschaut.“
Dennoch wollte Stephan seine noch vorhandenen, vermutlich psychosomatisch bedingten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwächen, Lernschwierigkeiten und Schlaflosigkeit behandeln lassen. Im Asklepios Fachklinikum Teupitz hoffte er auf Hilfe.
„Schon das erste Gespräch mit der diensthabenden Ärztin kam uns sehr, sehr merkwürdig vor“, berichtet Sarah Dalitz(23), die ihren Bruder mit dem Auto in die Klinik gefahren hatte. „Erst fragte sie meinen Bruder, ob er Stimmen hören würde oder gewalttätig sei. Als sie ihm dann ohne einen für ihn ersichtlichen Grund Blut abnehmen  lassen wollte, hatte er keinerlei Vertrauen mehr. Er machte der Ärztin unmissverständlich  klar, dass er sich von ihr nicht behandeln lassen und die Klinik sofort verlassen möchte.“
Was dann geschah, beschreibt Sarah Dalitz heute  als „blanken Horror“. „Die Ärztin versperrte Stephan einfach den Weg und rief über ihr schnurloses Telefon ihre Pfleger. Im nächsten Augenblick standen etwa fünf Männer im Raum. Sie packten sich meinen Bruder und brachten ihn mit Gewalt aus dem Ärztezimmer. Ich musste tatenlos mit ansehen, wie sie ihn in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie schleppten und die schweren Türen hinter ihm ins Schloss fielen. Man hatte ihn auf die berüchtigte Station H1. gebracht.“
Doch warum diese selbst für eine psychiatrische Klinik sehr ungewöhnliche und absolut nicht nachvollziehbare Vorgehensweise? Warum wurde Stephan ohne eingehende Untersuchungen sofort in die geschlossene Abteilung gesteckt? Schließlich hatte er freiwillig die Klinik aufgesucht, es gab keine ärztliche Einweisung und vor allem keinerlei neurologische oder psychiatrische Vorbefunde, die eine solche Vorgehensweis erklären würden.
Möglicherweise, so die Überlegung von Stephans Mutter, hatte der WEISSE RING seine Finger im Spiel. Die Hilfsorganisation hatte ihren Sohn nach der Prügelattacke betreut und wollte bei der Suche nach einem Therapieplatz für die Behandlung seiner posttraumatischen Belastungsstörung behilflich sein. „Wenn deren Mitarbeiter in Bezug auf Stephans Beschwerden übertrieben hat, um so schneller einen Therapieplatz für ihn zu bekommen, und sich die Klinik dann auf die laienhafte Einschätzung dieses Mitarbeiters verlassen hat, wäre dies fatal und ebenfalls nicht zu entschuldigen“, so die Mutter.
Aus der Krankenakte weiß die Familie heute, was man dort mit Stephan anstellte. Chris-Romy Dalitz: „Obwohl es keinerlei Anzeichen für eine Eigen- oder Fremdgefährdung gab, wurde Stephan mit Armen und Beinen an ein Bett gefesselt. Gegen seinen ausdrücklichen Willen wurde er ausgezogen, er bekam einen Venenkatheter gelegt, ihm wurden fünf verschiedene Medikamente verabreicht, und jemand versetzte ihm eine Spritze ins Gesäß. Für mich ist dieses Vorgehen der absolute Wahnsinn!“
Am nächsten Morgen - nachdem Stephans Mutter die Polizei alarmiert und eine Anzeige erstattet hatte - erfuhr die Familie dann  das ganze Ausmaß der „Behandlung“ in der Psychiatrie.
Im Beisein eines eingeschalteten Richters beschrieb Stephan seinen Aufenthalt als einzigen Horror. Er klagte über Schmerzen, einen ausgerenkten Kiefer und  eine geschwollene Zunge. „Ich wurde gefoltert wie im Mittelalter, es war das schlimmste, was ich je erlebt habe“, so Stephan gegenüber dem Amtsrichter, der über die Rechtmäßigkeit der Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie zu entscheiden hatte. Nachdem er auch die Ärzte gehört hatte, bereitete er dem Spuk sofort ein Ende. Der Amtsrichter lehnte den Antrag der Klinik auf „einstweilige geschlossene Unterbringung“ ab.„Die  Voraussetzungen für eine Unterbringung sind nicht gegeben“, so der Richter in seinem Beschluss, in dem er die „zeitweise Fixierung“ und „intravenöse Medizierung“ des Patienten als „Zwangsmedikation“ beschreibt.
Offensichtlich fühlte sich die Klinik daraufhin für seinen Patienten und für das, was man mit ihm angetan hatte, nicht mehr verantwortlich. Unglaublich, aber wahr: Man entließ Stephan, ohne ihn oder seine Familie über die Risiken und Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente zu informieren.
„Auf unsere Nachfrage wurde lediglich beiläufig erwähnt, dass Stephan Faustan und Haldol bekommen habe“, erklärt Chris-Romy Dalitz. „Weitere Hinweise, insbesondere auf weitere Medikamente, gab es nicht. Zudem hat man sich geweigert, uns die Krankenakte zu zeigen und uns einen Arztbrief auszuhändigen.“
Das verabreichte Faustan ist ein Diazepam und führt zur Schläfrigkeit und beeinträchtigt das Reaktionsvermögen auf längere Zeit. Nebenwirkungen des Psychopharmakons sind insbesondere Müdigkeit, Benommenheit, Schwindelgefühl, eine verlängerte Reaktionszeit sowie Verwirrtheit von bis zu 60 Stunden nach Verabreichung.
Bei dem verabreichten Haldol handelt es sich um ein Haloperidol, das zu psychotischen Störungen und Depressionen führen kann.
Die Folgen für Stephan waren fatal. Wenige Stunden später war er tot. Zu Hause angekommen klagte er gegenüber seiner jüngeren Schwester Seline noch über plötzliche Kiefer- und Zungenschmerzen. Vieles spricht dafür, dass sich bei ihm als Folge der Medikamenteneingabe ein tückisches Zungen-Schlundsyndrom eingestellt hatte. „Er konnte jedenfalls kaum noch sprechen und bekam schlecht Luft“, berichtet seine Mutter, die zu dem Zeitpunkt schon ihren Spätdienst angetreten hatte.
Obwohl Stephan völlig übermüdet war, verließ er panikartig das Haus, um frische Luft zu bekommen. Wie er dann auf die 150 Meter entfernten Zuggleise gelangte, blieb bis heute ein Rätsel. Vieles spricht jedoch dafür, dass Stephan unter dem Einfluss der schweren Psychopharmaka völlig orientierungslos umherirrte und in der Dunkelheit unbeabsichtigt auf die Schienen geriet. Kurz nach 20.00 Uhr wurde er von hinten von einem heranrasenden Regionalzug mit einer Geschwindigkeit von 120 km/h erfasst. Stephan Dalitz war auf der Stelle tot.
Weil Stephan nicht Zuhause war, als seine Mutter nachts von ihrer Schicht nach Hause kam, suchte sie zunächst draußen nach ihm und fragte in den umliegenden Krankenhäusern nach ihrem Sohn. Früh am Morgen gab sie dann auf der nächsten Polizeiwache eine Vermisstenanzeige auf. Sie brach mit einem Schock zusammen, als sie vom Tod ihres Jungen erfuhr. „Es riss mir förmlich den Boden unter den Füßen weg“, sagt Chris-Romy Dalitz. „Ich verspürte nur noch einen einzigen großen, unbeschreiblichen Schmerz.“
Die Familienmutter ist davon überzeugt, dass der Tod ihres Jungen hätte verhindert werden können. Warum hat man ihn gegen seinen Willen in der Klinik behalten? Warum wurde er dort mit Psychopharmaka vollgepumpt? Warum hat man ihn über die gefährlichen Nebenwirkungen der Medikamente nicht aufgeklärt? Das sind Fragen, die sich auch die Staatsanwaltschaft stellt. Sie ermittelt wegen Freiheitsberaubung und fahrlässiger Tötung gegen die Verantwortlichen der Klinik.
Und was sagt das Fachklinikum Teupitz zu den Vorwürfen? Mit Hinweis auf eine „über den Tod hinausgehende ärztliche  Schweigepflicht“ und auf „laufende Ermittlungen“ lehnt man jegliche Stellungnahme ab. „Seitens der Klinik erteilen wir zu dem konkreten Patientenschicksal gegenüber der Öffentlichkeit keine Auskünfte“, so Mathias Eberenz, Pressesprecher der Asklepios Kliniken, zu denen das Fachklinikum Teupitz gehört.
Auch Chris-Romy Dalitz hat bis heute nichts von der Klinik gehört. Keine Erklärung, kein Wort des Bedauerns, geschweige denn eine Entschuldigung. „Ich werde mit aller Kraft dafür kämpfen, dass die Umstände des Todes meines Kindes vollständig aufgeklärt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden“, verspricht sie. „Das habe ich am Sarg meines Sohnes geschworen.“
Weitere Infos auf Stephans Gedenkseite, die seine Mutter für ihn ins Netz gestellt hat. www.gedenkseiten.de/stephan-dalitz
claus.hollmann@brandzeilen.de